Fiesta Yonza
Emailrundbrief
Ich vertreibe einen Rundbrief der dreimal pro Jahr erscheint. Hier gibt es die Nachrichten komprimiert und per Email. Bestellen Sie den hier: http://www.esmoraca-bolivia.org/mail.html
Nachrichten aus meiner ehemaligen Pfarrei Llica am Salar de Uyuni:
Gestern kam Llica in den bolivianischen Mittagsnachrichten. Die Drogenpolizei hat dort einige Häuser durchsucht und auch 220 kg Cocapaste gefunden. In Llica an der Grenze nach Chile gelegen war man schon früher in Drogen und Autoschmuggel verwickelt.
Unser Maisfeld wurde entsorgt, wenn der Kolben hart ist, kann man ihn nicht mehr kochen. Es kann Mehl hergestellt werden oder die Schale wird abgezogen, beides ist im Pfarrhaus nicht möglich.

Mais fuer die Ochsen

Des Nachbars Hühner, ich warte nur noch drauf, dass sie bei der Kirche ihre Eier ablegen!
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Besuch in einer Grundschule
Besuch in einer Grundschule auf dem Altiplano Boliviens:
In Bolivien ist die Bildung die höchste Aufgabe des Staates. Die staatliche Bildung ist kostenlos und wird auf der Basis des einheitlichen Schulsystems und der Demokratie erteilt. Für die Grundschule besteht in Bolivien Schulpflicht. Sowohl die staatliche als auch die private Bildung unterteilt sich in die folgenden Stufen:
Vorschulerziehung, Grundschule, Oberschule, Hochschulbildung
Ein Tag im Hochland Boliviens
Missionsspenden
Für Missionsspenden zugunsten einer vielseitigen und lebendigen Pfarrarbeit, einschließlich der Instandsetzung der Pfarrkirche von Esmoraca: Missionsprokur Knechtsteden, Postbank Köln, BLZ 370 100 50, Kto.-Nr. 464 500, mit Vermerk: für P. Dietmar, Bolivien. Sollte es mit der Spendenbescheinigung nicht klappen, schickt Frau Bachfeld von der Missionsprokur, Tel.: 02133-869144 oder Email: bachfeld@spiritaner.de auf Anfrage dann die gewünschte Bescheinigung.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung
Padre Dietmar Krämer Esmoraca Bolivien
Pastorale Arbeit im Hochland
Entlegene Landpfarreien in unseren Höhen sind nicht mit den deutschen vergleichbar. In Esmoraca gibt es keine hauptamtlichen Mitarbeiter, keine Pfarrsekretärin, keinen Pfarrgemeinderat etc. Eigentlich sind wir auch mehr Missionsstation als eine strukturierte Pfarrei. Trotzdem versuchen wir, fundamentale Dienste anzubieten, wozu eben auch die Firmung gehört.
In diesem Jahr kamen wir nur in Esmoraca auf eine vierzehnköpfige Firmgruppe, die sich aus Schülern des hiesigen Colegio rekrutiert. Andere zu Esmoraca und meiner zweiten Pfarrei Talina gehörende Dörfer brachten kein Grüppchen zusammen. Die Firmlinge werden von der “profesora” Norma unterrichtet, die auch Religionslehrerin in der Abi-Klasse ist. Eltern an der Katechese zu beteiligen ist mir noch nicht gelungen. Zum einen ist Esmoraca ein kleines Dorf ist und die Leut’, größtenteils Mineros, leben die Woche über im “campamento” der 10 km entfernten Mine “Pueblo Viejo”, bzw. arbeiten dort. Während der Firmvorbereitung werden die Jugendlichen angehalten, den Sonntagsgottesdienst zu besuchen, ohne allerdings zuviel Druck auszuüben. Wenn ich mit der Liste an der Kirchentür stünde und kontrollierte, würde unser eh kleines Grüppchen noch mehr schrumpfen. Firmlinge begleiten mich sonntags gelegentlich zu Messfeiern in zu Esmoraca oder Talina gehörenden Dörfern.
Zwei kräftige Jungs hatten auch kürzlich die Ehre, mich als Rucksackträger auf einem dreitägigen “pastoralen” Fußmarsch zu entlegenen Bergdörfern in Sud Lipez zu begleiten, wohin noch kein Auto kommt. Dort feierte ich Gottesdienste, taufte etc. Hemmend für unsere Jugendpastoral wirkt sich aus, dass der Religionslehrer in den ersten drei Klassen des Colegio ein fanatischer Anhänger der Maranatha-Sekte ist und seinen Unterricht dazu missbraucht, Jugendliche für diese Sekte zu gewinnen. Da haben Beschwerden meinerseits noch nicht viel geändert. Das Fach Religion ist an den Landschulen Boliviens überkonfessionell, hat wenig mit Kirche zu tun und kann so von jedem Lehrer unterrichtet werden.
Ja, und bevor ich dann meinen Heimaturlaub Mitte September antreten werde, soll Ende August noch die Firmung stattfinden. Bischof und Generalvikar haben mich schon wissen lassen, dass sie diesmal leider nicht kommen können – von Potosí nach Esmoraca sind es mit dem Auto zwei Tage hin und zwei zurück, so da? bald eine Woche draufgeht – und vorgeschlagen, ich als Pfarrer soll eben firmen. In der Diözese Potosí gibt es ja auch kein Domkapitel, genauso wenig Dekane. Für den Firmsonntag werde ich also versuchen, zumindest noch ein bis zwei Kollegen nach Esmoraca zu bekommen, damit das Ganze etwas feierlicher wird.
Die Jugendlichen nach der Firmung bei der Stange zu halten, klappt nur, bis sie das Colegio beendet haben, danach ziehen die meisten in die Städte oder suchen im benachbarten Argentinien Arbeit. Auch wenn wir nur kleine Brötchen backen können, ist Kirche in Esmoraca und Talina präsent und wir versuchen im Rahmen des Möglichen unser Bestes.
Nochmals mit “saludos cordiales” und in Dankbarkeit
Euer
P. Dietmar Krämer
Entlegene Landpfarreien in unseren Höhen sind nicht mit den deutschen vergleichbar. In Esmoraca gibt es keine hauptamtlichen Mitarbeiter, keine Pfarrsekretärin, keinen Pfarrgemeinderat etc. Eigentlich sind wir auch mehr Missionsstation als eine strukturierte Pfarrei. Trotzdem versuchen wir, fundamentale Dienste anzubieten, wozu eben auch die Firmung gehört.
In diesem Jahr kamen wir nur in Esmoraca auf eine vierzehnköpfige Firmgruppe, die sich aus Schülern des hiesigen Colegio rekrutiert. Andere zu Esmoraca und meiner zweiten Pfarrei Talina gehörende Dörfer brachten kein Grüppchen zusammen. Die Firmlinge werden von der “profesora” Norma unterrichtet, die auch Religionslehrerin in der Abi-Klasse ist. Eltern an der Katechese zu beteiligen ist mir noch nicht gelungen. Zum einen ist Esmoraca ein kleines Dorf ist und die Leut’, größtenteils Mineros, leben die Woche über im “campamento” der 10 km entfernten Mine “Pueblo Viejo”, bzw. arbeiten dort. Während der Firmvorbereitung werden die Jugendlichen angehalten, den Sonntagsgottesdienst zu besuchen, ohne allerdings zuviel Druck auszuüben. Wenn ich mit der Liste an der Kirchentür stünde und kontrollierte, würde unser eh kleines Grüppchen noch mehr schrumpfen. Firmlinge begleiten mich sonntags gelegentlich zu Messfeiern in zu Esmoraca oder Talina gehörenden Dörfern.
Zwei kräftige Jungs hatten auch kürzlich die Ehre, mich als Rucksackträger auf einem dreitägigen “pastoralen” Fußmarsch zu entlegenen Bergdörfern in Sud Lipez zu begleiten, wohin noch kein Auto kommt. Dort feierte ich Gottesdienste, taufte etc. Hemmend für unsere Jugendpastoral wirkt sich aus, dass der Religionslehrer in den ersten drei Klassen des Colegio ein fanatischer Anhänger der Maranatha-Sekte ist und seinen Unterricht dazu missbraucht, Jugendliche für diese Sekte zu gewinnen. Da haben Beschwerden meinerseits noch nicht viel geändert. Das Fach Religion ist an den Landschulen Boliviens überkonfessionell, hat wenig mit Kirche zu tun und kann so von jedem Lehrer unterrichtet werden.
Ja, und bevor ich dann meinen Heimaturlaub Mitte September antreten werde, soll Ende August noch die Firmung stattfinden. Bischof und Generalvikar haben mich schon wissen lassen, da? sie diesmal leider nicht kommen können – von Potosí nach Esmoraca sind es mit dem Auto zwei Tage hin und zwei zurück, so da? bald eine Woche draufgeht – und vorgeschlagen, ich als Pfarrer soll eben firmen. In der Diözese Potosí gibt es ja auch kein Domkapitel, genauso wenig Dekane. Für den Firmsonntag werde ich also versuchen, zumindest noch ein bis zwei Kollegen nach Esmoraca zu bekommen, damit das Ganze etwas feierlicher wird.
Die Jugendlichen nach der Firmung bei der Stange zu halten, klappt nur, bis sie das Colegio beendet haben, danach ziehen die meisten in die Städte oder suchen im benachbarten Argentinien Arbeit. Auch wenn wir nur kleine Brötchen backen können, ist Kirche in Esmoraca und Talina präsent und wir versuchen im Rahmen des Möglichen unser Bestes.










































Geschrieben von esmoraca
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