Padre Dietmar Krämer, Iglesia Católica Bienvenidos en ESMORACA & Mojinete, Bolivia

Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Wintervorbereitung

Unser Maisfeld wurde entsorgt, wenn der Kolben hart ist, kann man ihn nicht mehr kochen. Es kann Mehl hergestellt werden oder die Schale wird abgezogen, beides ist im Pfarrhaus nicht möglich.

Mais fuer die Ochsen

Mais fuer die Ochsen

Des Nachbars Hühner, ich warte nur noch drauf, dass sie bei der Kirche ihre Eier ablegen!

Des Nachbars Hühner, ich warte nur noch drauf, dass sie bei der Kirche ihre Eier ablegen!

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Esmoraca & Talina

Amtseinführung in Esmoraca Mitte April 2008

Meine Amtseinführung in Esmoraca war Mitte April 2008

Bienvenidos en ESMORACA & TALINA, Bolivia

Sede Parroquial de la Parroquia “San Francisco de Asis” es Esmoraca: 3.520 m sobre el nivel marítimo, Prov. Sud Chichas, Dpto. Potosí. Mojinete con sus comunidades, Prov. Sud Lipez, forman parte de la misma Parroquia. Sede Parroquial de la Parroquia „San Juan Bautista“ es Talina: solamente 3.200 m sobre el nivel marítimo, Prov. Sud Chichas y Prov. Modesto Omiste.

Ihr Padre Dietmar Krämer [CP4PG]

Neuer Blog

Liebe Freunde der Mission und des Amateurfunks

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Ihr Padre Dietmar Krämer CP4PG

in Esmoraca Bolivien

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Heimaturlaub in DL

vom 11.September bis 10 Dezember 2009

Prozession in Talina BolivienProzession in Talina Bolivien
Liebe Leser(innen) meiner Internetseiten,
auch wenn ich meinen Heimaturlaub schon lange geplant und mich darauf gefreut hatte, so hielt mich doch die Pfarrei mit all dem Drumherum bis zum letzten Tage fest im Griffe. In Mojinete und Esmoraca wollten an die 100 Kinder und Jugendliche noch Erstkommunion feiern, bzw. gefirmt werden. Als „padrino“ der beiden Abitursklassen von Mojinete und Esmorca mußte ich natürlich auch noch offiziell nominiert sowie gefeiert werden. Und zu guter Letzt tauchte noch der Architekt auf, um Pläne und einen Kostenvoranschlag für die Renovierung der desolaten Pfarrkirche in Esmoraca zu erstellen. Das Ganze wie immer im Rahmen von einigen Versammlungen mit den Ortsauthoritäten sowie interessierten Gläubigen. Erst kurz vor der Abreise war „die Schlacht schließlich geschlagen“ und eine zwölfstündige Autofahrt führte mich von meiner entlegenen Pfarre Esmoraca, ganz im Süden Boliviens an der Grenze zu Argentinien gelegen, nach La Paz. Anfangs ging der Weg durch wilde Schluchten und Flußtäler, bis dann ab Uyuni die Straßen nach La Paz besser wurden.

Dort stieg ich am 10. September frühmorgens ins Flugzeug, was mich über Lima nach Caracas brachte. In der Hauptstadt der sozialistisch bolivarianischen Republik Venezuela wechselte ich in einen Airbus 340-600 der Lufthansa, der gut in Frankfurt landete. In Lima und Caracas hatte die peruanische Fluglinie TACA beim Landen hingegen zweimal durchstarten müssen.

Nach einem kurzen „Auftanken“ in Sasbachwalden, am Fuße des Schwarzwaldes, wo ich wie bei den letzten Heimaturlauben mein Hauptquartier aufgeschlagen habe, stand dann der erste Besuch bei Freunden an, und zwar bei den „Himmlischen“. In nochmals zwölf Stunden fuhren wir durch die Schweiz nach Assisi in Norditalien, wo mich der Hl. Franz erwartete. Schöne und besinnliche Tage durfte ich beim Pfarrpatron von Esmoraca und Mojinete verbringen. Wir besuchten in Assisi Santa Maria degli Angeli, welche die Portiuncula-Kapelle umschließt, San Damiano, die Basilika San Francesco, wo der Hl. Franz beigesetzt wurde, sowie seine geliebte Einsiedelei auf dem 800 m hohen Berge Subasio. Dort, an einer knorrigen Eiche, soll der Heilige auch den Vögeln von der Herrlichkeit des Schöpfers gepredigt haben. Unsere Pilgerfahrt auf den Spuren des Francesco schlossen wir in La Verna, wo er am Ende seines Lebens die Wundmale Christi erhalten hatte.

der Hl. Franz und ich
der Hl. Franz und ich

Natürlich durfte auch nicht ein Abstecher nach Rom zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus fehlen. Dort war die Teilnahme an einer Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. geplant, die aber ins Wasser fiel, da der Hl. Stuhl Karten für die Papstaudienz in der Audienzhalle in Hülle und Fülle verteilt, ohne an deren Aufnahmekapazität zu denken; also ganz anders als bei Lufthansa. Doch entschädigte uns für die Enttäuschung ein Mittagessen im Tirolerstüble am selben Tisch, wo Josef Ratzinger als Kardinal oft gesessen hatte. Diesen Tipp hatte mir mein ehemaliger Nachbarpfarrer von Uyuni, der Padre Franz, gegeben. Franz studiert jetzt im dritten Jahr in Rom Kirchenrecht und war in der Hl. Stadt natürlich der Reiseführer. Versteht sich, daß wir im römischen Tirolerstüble gemeinsam speisten.

Im Tirolerstüble am Platz
Im Tirolerstüble am Platz

Wieder gut zurück in Sasbachwalden plane ich jetzt die Besuche bei vielen lieben „irdischen“ Freunden und freue mich natürlich auf ein Wiedersehen mit ihnen.

Heimaturlaube sind für uns Missionare immer auch „Arbeitsurlaube“, da wir ja unsere Wirkstätten nie vergessen dürfen. Nach der spaßigen Abschiedsbemerkung des Arztes in Mojinete, was zur Pfarrei Esmoraca gehört, bräuchte man zudem auch keine 3 Monate Urlaub. Meine Wochen in Deutschland stehen so auch unter den Worten, die der Hl. Franz damals in der verfallenen Kirche von St. Damian gehörte hatte: Franz, stelle mein verfallenes Haus wieder her! Und dieser Auftrag hat eben eine geistliche wie materielle Dimension.

in diesem schönen Haus wohne ich als Gast bei der Familie Zink während meines Heimaturlaubes
in diesem schönen Haus wohne ich als Gast bei der Familie Zink während meines Heimaturlaubes

Mit der geistlichen Dimension werde ich nach meiner Rückkehr nach Bolivien fortfahren, während meines Heimaturlaubes werbe ich für materielle Dimension, also folgende Projekte:

  1. In Esmoraca steht die Renovierung der in der Tat verfallenen Pfarrkirche an. Der Architekt Roony Gúzmann, welcher die Basilika von Tupiza sehr schön renovierte, hat mir für Esmoraca bereits Pläne sowie einen Kostenvoranschlag geschickt. Die Umsetzung dieses „Großprojektes“ wird allerdings dauern, doch freue ich mich über jeden „Baustein“ lieber Freunde.
  2. Dann soll im Hof hinterm Pfarrhaus, wo die Antennen unseres FM-Radios und des Fernsehkanales 11 stehen, einmal zwei Schlafsäle für Katecheten- und Jugendtreffs erstehen. Sanitäre Einrichtungen haben wir schon gebaut.
  3. Ebenfalls haben die Dorfgemeinschaften von Santo Domingo, Casa Grande und Bonete Palca um Hilfe bei der Instandsetzung ihrer Kapellen gebeten. Natürlich müssen sie auch selber mithelfen.
  4. und in der Pfarrei Talina haben die „residentes“ mit dem Bau einer Absteige für Pilger begonnen, die das sonst verlassene Dörflein zum Fest von Johannes des Täufers bevölkern. Die zur Verfügung gestandenen Mittel sind verbaut, man hofft jetzt darauf, daß der Padre Dietmar aus Deutschland ‘was mitbringt.
  5. etc., etc., etc.
    Soviel der Neuigkeiten, ich freue mich auf ein persönliches Wiedersehen mit dem einen oder anderen von Ihnen und verbleibe so „con saludos cordiales“

Ihr
P. Dietmar Krämer

Während meines Deutschland-Besuchs vom 11.09.2009 bis 10.12.2009 bin ich unter der Handynummer 0152 27357306 zu erreichen. Sie können mir auch eine SMS senden. Per Email ist Kontakt unter dietkram@yahoo.de möglich. Ich freue mich auf Ihren Anruf.

Esmoraca & Talina, gehören zur Diözese Potosí
Bischof Diözese Potosí

„Die Pfarreien “San Francisco de Asis” von Esmoraca und Mojinete sowie „San Juan Bautista zu Talina, gehören zur Diözese Potosí in Bolivien, deren Bischof jetzt Monseñor Ricardo Centellas ist.“

Für Missionsspenden zugunsten einer vielseitigen und lebendigen Pfarrarbeit, einschließlich der Instandsetzung des Pfarrhauses sowie der Renovierung der Pfarrkirche von Esmoraca: Missionsprokur Knechtsteden, Postbank Köln, BLZ 370 100 50, Kto.-Nr. 464 500, mit Vermerk: für P. Dietmar, Bolivien. Sollte es mit der Spendenbescheinigung nicht klappen, schickt Frau Bachfeld von der Missionsprokur, Tel.: 02133-869144 oder Email: bachfeld@spiritaner.de auf Anfrage dann die gewünschte Bescheinigung.

Hl. Franziskus 2008

Liebe Missionsfreunde!
Seid herzlich aus Esmoraca gegrüßt, wo ich seit Mitte April nun wirke.

Amtseinführung in Esmoraca
Amtseinführung in Esmoraca

Nun, „fortaleza“, also Mut oder Stärke, ist ja eine der sieben Gnadengaben des Hl. Geistes,  auf die wir gerade auch als Missionare vertrauen, und so bin ich nach einigen Monaten  Pfarrer  von „San Francisco de Esmoraca“   nach wie vor noch guten Mutes. Esmoraca, sehr romantisch in einem Flusstal gelegen, ist um einiges kleiner  und unterentwickelter als Llica, bis dass  wir hier unser täglich Brot selber backen müssen.  Auch in der Regenzeit  wird man wegen der das Dorf umgebenden Flussläufe  wohl nur schwerlich rein, bzw. rauskommen.

Tontöpfe von Berque
Tontöpfe von Berque

Wie dem auch sei, inzwischen ist das Pfarrhaus hier am „Ende der Welt“ etwas wohnlicher geworden, WC und Dusche sind installiert. Der aus Llica mitgebrachte TV-Kanal wurde ebenfalls aufgebaut und hat den oft heftigen Nordstürmen bislang widerstanden. Das nach wie vor von der Pfarrjugend betriebene FM-Radio  heißt jetzt  „San Francisco“.  Auch eine Garage fürs Auto ist fertig geworden, nachdem böse Buben, die es überall auf der Welt gibt, versucht haben, einen Reifen am Pfarrauto aufzuschneiden. Und im frisch angelegten Pfarrgarten wird ausprobiert, was auf 3.500 m Höhe so alles wachsen kann: Rosen, Erdbeeren, Blumenkohl, um nur ein paar Pflänzchen aufzuzählen, werden von Einheimischen gute Chancen eingeräumt.

Pfarrhütte in Hallpa
Pfarrhütte in Hallpa

Eine vernünftige Infrastruktur bleibt Basis für eine erfolgreiche Pfarrarbeit, besonders in unseren sehr entlegenen Pfarreien. Viel Arbeit wird es noch kosten, die desolate Pfarrkirche von Esmoraca herzurichten, bzw. neu zu bauen. Wie in Llica erfreue  ich mich weiterhin guter Kontakte  zur Jugend.  So wurde ich von der Abiturklasse wiederum zum „padrino“ ernannt. In direkter Nachbarschaft zum Pfarrhaus liegt  das örtliche Colegio, zudem mit einem schönen Fußballplatz.  Noch kann ich’s nicht lassen, gelegentlich dort mitzukicken. Vom „Profi-Fußball“ habe ich mich allerdings wie Oliver Kahn zurückgezogen.

Abiturfeier mit den Müttern
Abiturfeier mit den Müttern

Mit zur Pfarrei Esmoraca gehört ein Eckchen der weiten Provinz Süd Lipez, um Mojinete herum, dessen paar kleine Dörfer und Gehöfte ich zu Fuß besuche; zum entferntesten Dorf  brauche ich 6 Stunden. Diese Seelsorgereisen mit Rucksack auf dem Rücken erwecken Erinnerungen an die Desobrigen  im brasilianischen Urwald vor  vielen Jahren.

In der Pfarrei unterwegs
In der Pfarrei unterwegs

Im Osterbrief erwähnte ich die von einem Argentinier geleitete Nachbargemeinde  Talina.  Nach recht verspäteten Nachforschungen ist das bischöfliche Amt in Potosí inzwischen zum Schluß gekommen, dass selbiger  kein gültig geweihter Priester war. Dank  seines sozialen Engagements   erfreute er sich in der Gemeinde  aber großer Beliebtheit  und sein  spurloses Verschwinden  hat so viel Staub aufgewirbelt.  Nachdem sich die Gemüter etwas beruhigt hatten,  musste zumindest ein Pfarradministrator für Talina gefunden werden.  Die Nachbarpfarreien Tupiza und Villazón  kamen dafür nicht so in Frage, also  blieb die vakante Pfarrei beim dritten Nachbarn hängen, und der bin eben ich. Seit Mitte Juni darf ich mich  für eine Übergangszeit auch noch Pfarradministrator von „San Juan Bautista de Talina“ nennen. Von Esmoraca nach Talina sind’s in der Trockenzeit  3 ½ Fahrtstunden auf abenteuerlichen Wegen, allerdings durch herrliche Landschaften.  In der Regenzeit wird der dann viel Wasser führende Fluss „San Juan de Oro“  Fahrten nach Talina unmöglich machen.

San Juan Bautista in Talina
San Juan Bautista in Talina

In den zu Talina gehörenden Dörfern habe ich inzwischen das Heft soweit in der Hand, lediglich die Kommunikation bereitet noch Schwierigkeiten. Über ein Landtelefon in Esmoraca und Amateurfunk im Pfarrhaus müssen oft mühsam Termine abgesprochen werden. Mit den „Fans“ des falschen Padres, einer Art Pfarrgemeinderat sowie Gruppen von in Argentinien arbeitenden Talineños, komme ich inzwischen aber auch soweit zurecht.  Die   meisten  von denen  ließen sich eben hinters Licht führen. Nach    dem    Abgang   des   Argentiniers  hatte  sein Pfarrgemeinderat die Pfarrei übernommen und  im dortigen Pfarrhaus ohne   Koordination mit kirchlichen Stellen ein Museum für kirchliche Kunst eingerichtet,      bei     welchem    es  an  jeglichen       Sicherheitsvorkehrungen      fehlt    sowie     kein seriöses Inventar der ausgestellten Kunstgegenstände   vorhanden ist. Mit Kunstsachverständigen vom bischöflichen Ordinariat bin ich jetzt dabei, die Kunstgegenstände zu katalogisieren  und dazu  die Sicherheitslage im Pfarrhaus etwas zu verbessern. Neugierige   unter euch werden  noch wissen wollen, was  denn der Bischof zum Ganzen sagt. Nun, der ist natürlich auch entrüstet und hofft, dass der neue Pfarradministrator  die Sache bald wieder ins Lot bringen möge.  Wie dem auch sei, Talina betrachte ich als eine interessante Aufgabe.  Die Pfarrei ist zudem eine der ältesten im Süden Boliviens, einstmals von spanischen Missionaren gegründet. Und die wussten schon, schöne Fleckchen  für ihre Pfarreien auszusuchen.

Nach 3 Stunden Fußmarsch
Nach 3 Stunden Fußmarsch

Für meine ehemalige Pfarrei Llica, wo ich 15 Jahre wirkte,  hat sich leider noch kein wirklicher Nachfolger gefunden. Der für Llica bestellte Administrator, der Pfarrer von Uyuni, taucht dort nur selten auf.  So hatten mich die Lliqueños  zum Pfarrfest an Mariä Himmelfahrt als Zelebranten eingeladen,  doch hat’s wenig Sinn, auf  zu vielen Hochzeiten zu tanzen. Alles in allem war’s aber gut, nochmals ’was Neues anzufangen, auch vom Alter her.  Don Noel, mein ehemaliger Katechet aus Llica, hat mich nach Esmoraca begleitet und hilft dort für eine Zeit beim  Aufbau der Pfarrei  mit.

Wege in der Pfarrei
Wege in der Pfarrei

Allen unter euch, die meine Missionsarbeit mit ihrem Gebet und materiellen Zuwendungen unterstützen, möchte ich wiederum ein HERZLICHES VERGELT’S GOTT sagen.  Da derzeit doch so einiges ansteht,  freue ich mich besonders über eure Solidarität!

Das „referendum revocatorio“ am 10. August hat Bolivien wieder ’mal kurz ins Licht der Weltöffentlichkeit treten lassen.  Der Präsident Evo Morales wurde mit über 60% im Amte bestätigt, vier Gouverneure der so genannten  „media luna“ im tropischen Teil Boliviens, eine Art Regionalopposition, die Evo auf diese Weise loswerden wollte, haben aber auch gewonnen. Die Auswertung der Abstimmung ergab, dass im Tropico nicht wenige national links, regional aber rechts gewählt haben. Evo bleibt zweifellos Hoffnungsträger für viele Bolivianer,  auch dank gewisser Erfolge im sozialen Bereich sowie dem Fehlen einer glaubwürdigen Opposition. Fürs kommende Jahr  steht ein weiteres Referendum über eine neue Verfassung an, die hauptsächlich von der Regierungspartei „Bewegung zum Sozialismus“ geschrieben wurde. Versuche, auch Ideen des Mittelstandes, bzw. der Opposition einzubinden, waren mangels Dialogfähigkeit beider Seiten gescheitert.

Derweil ich den Rundbrief schrieb, spitzte sich die Lage in der „Media Luna“, im tropischen Teil Boliviens also,  extrem zu. Regierungsgebäude waren eingenommen und in Brand gesteckt worden. Im Krisengebiet befinden sich auch die  reichen Gasfelder Boliviens.  Die zentrale Linksregierung stand recht  hilflos da. Um Handlungsfähigkeit  zu zeigen, wurde der amerikanische Botschafter des Landes verwiesen. Dem schloss sich dann Venezuelas Präsident Chaves aus „Solidarität“ gleich an und schickte den US-Botschafter aus Caracas ebenfalls nachhause.  Inzwischen hat sich die Lage wieder etwas entspannt, wir wären ja nicht in Südamerika, die Konfliktparteien verhandeln wieder, auch unter Vermittlung von  benachbarten Regierungen und sonstigen Organisationen.  Kirchlicherseits  sitzen die Methodisten mit am runden Tisch,  von der katholischen Kirche hingegen sei Evo enttäuscht, heißt es offiziell. Das hängt wohl auch damit zusammen, daß der Kardinal aus dem nach Unabhängigkeit strebenden Santa Cruz stammt.

Soviel für den Augenblick, auch wenn’s noch viel mehr zu berichten gäbe.

„Con saludos cordiales“ und in Dankbarkeit

Padre Dietmar Krämer

Esmoraca & Talina, gehören zur Diözese Potosí
Bischof Diözese Potosí

„Die Pfarreien “San Francisco de Asis” von Esmoraca und Mojinete sowie „San Juan Bautista zu Talina, gehören zur Diözese Potosí in Bolivien, deren Bischof jetzt Monseñor Ricardo Centellas ist.“

Für Missionsspenden zugunsten einer vielseitigen und lebendigen Pfarrarbeit, einschließlich der Instandsetzung des Pfarrhauses sowie der Renovierung der Pfarrkirche von Esmoraca: Missionsprokur Knechtsteden, Postbank Köln, BLZ 370 100 50, Kto.-Nr. 464 500, mit Vermerk: für P. Dietmar, Bolivien. Sollte es mit der Spendenbescheinigung nicht klappen, schickt Frau Bachfeld von der Missionsprokur, Tel.: 02133-869144 oder Email: bachfeld@spiritaner.de auf Anfrage dann die gewünschte Bescheinigung.

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